25 Jahre Gewürzkrämerei – 30 Jahre Fogelvrei

Was wäre wenn….. Martin und Elke NICHT vor 25 Jahren beim mittelalterlichen Markt zu Borken auf einen langhaarigen Herold namens Johannes Faget, alias Fogelvrei, gestoßen wären, der seinen kleinen Sohn im juteverhüllten Kinderwagen schaukelte und erwähnte, dass er gerne eine Gewürzkrämerei  in seinem gerade gedeihenden Marktensemble hätte? Man wird es nie erfahren……. denn:

Schon eine Woche später gab es eine erste kleine Gewürzkrämerei  beim Mittelaltermarkt im niedersächsischen Hodenhagen, wobei nie geklärt wurde wie die Beiden es schafften in dieser kurzen Zeit den Weg ins ferne Morgenland und zurück zu bewältigen.

Fakt ist, dass diese Gewürzkrämerei  ob der großartigen Plattform auf der sie sich ungestört entwickeln konnte, schnell wuchs, gedieh und mit ihren Duftabsonderungen zu einem wichtigen Bestandteil der unverwechselbaren Atmosphäre des fogelvreien Marktes wurde.

Durch diese glückliche Fügung nahm ein noch vager Lebensentwurf ungeahnte Formen an, so dass eine Lebensgrundlage erschaffen wurde, die so fruchtbar war, dass nach einigen Jahren zwei Nachwuchs – Gewürzkrämer das Licht der Welt erblickten:

Mangold von Muckstein und Arne der Unerschrockene

Die Beiden wuchsen und gediehen prächtig und hatten eine reiche und erfüllte Kindheit im „Schoße“ der fogelvreien Gemeinschaft, die sie Ihre Familie nannten. Sie wurden zu begeisterten Tänzern, Hilfsherolden, Schmiede- und Schankknechten und schließlich zu ausgewachsenen Gewürzkrämern.

Unter den  zahlreichen „Marktkindern“ fanden sie einen Freundeskreis, der fest zusammenhielt, der zum Schrecken der Gaukler und Spielleute sämtliche Texte mitsprechen (und die Pointen versauen) konnte, der Abends gemeinschaftlich beim Tavernenspiel einschlummerte  und durch dessen gemeinsame Kindheitserinnerungen bunte Filzbälle kullern dürften….

Und wenngleich sie die elterliche Gewürzkrämerei  anfangs als langweilig empfanden, gab der Markt den Kindern doch jede Menge Anregungen zu späteren Berufungen, wie z.B. einmal „Herold“ werden zu wollen ….  oder doch lieber „Schlafmütze“?

…. ihre Begeisterung fassten sie mitunter auch in Worte wie:  „Mama, wenn ich groß bin möchte ich auch an der Taverne stehen, Bier trinken und Lieder singen!“ (die Mama hegt noch immer die leise Hoffnung, dass die Erfüllung des Mittelparts dieses Wunsches nicht zu sehr ausufern wird)

Die Gewürzkrämer sagen: „Danke! Für 25 Jahre gemeinsames Leben, Lieben und Schaffen!“

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